Was passiert innerhalb einer Stunde nach einer Tasse Matcha in deinem Körper?
- Stefanie Diezel
- 15. Feb.
- 1 Min. Lesezeit

Minute 0 – Der erste Schluck. Fein vermahlene Blätter der Pflanze Camellia sinensis treffen auf deine Schleimhäute. Anders als bei normalem Grüntee nimmst du das gesamte Blattpulver auf – inklusive einer hochkonzentrierten Dosis EGCG und Koffein.
Minute 10 – Dein Gehirn schaltet in Fokus-Modus. Das Koffein beginnt zu wirken. Gleichzeitig sorgt L-Theanin dafür, dass du nicht nervös wirst. Dein präfrontaler Cortex läuft ruhiger, klarer, fokussierter.
Kein Zittern. Kein Crash-Versprechen. Nur Konzentration.
Minute 20 – Dein Nervensystem wird aktiviert. Der Sympathikus fährt hoch. Noradrenalin steigt. Dein Körper bekommt ein Signal:
Energie wird gebraucht.
Minute 30 – Fettzellen reagieren. Jetzt wird es spannend. Das Catechin EGCG (Epigallocatechingallat) blockiert ein Enzym (COMT), das normalerweise Noradrenalin abbaut. Das bedeutet: Das „Fett-freisetzende Signal“ hält länger an.
Triglyceride werden in freie Fettsäuren zerlegt. Sie gelangen ins Blut. Brennstoff wird verfügbar.
Minute 45 – Deine innere Heizung springt an. Die freigesetzten Fettsäuren werden in den Mitochondrien verbrannt. Dabei entsteht Wärme.
Dieser Prozess heißt Thermogenese – und genau hier liegt Matchas metabolische Besonderheit.
Dein Körper produziert messbar mehr Energie. Dein Grundumsatz steigt. Du verbrennst – selbst im Sitzen.
Minute 60 – Stabiler Energiezustand. Während Kaffee oft schon Richtung Nervosität kippt, bleibst du hier in einer Art „ruhigem Leistungsmodus“. Der thermogene Effekt läuft weiter, aber dein Stresslevel bleibt vergleichsweise moderat.
Die eigentliche Sensation
Matcha ist kein Lifestyle-Accessoire. Er ist eine biochemische Kombination aus:
Koffein (Aktivierung)
EGCG (Signalverlängerung & Fettmobilisierung)
L-Theanin (neuronale Balance)
Das Ergebnis: Ein Getränk, das gleichzeitig fokussiert, aktiviert und die körpereigene Energieproduktion ankurbelt - metabolisch präzise.




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